The Badisch Beer Blog

Anspach & Hobday – The Sour Dry Hop

Bei Timos Londonbesuch im vergangenen Oktober, wurde auf der Beer Mile Halt bei einer Brauerei gemacht, die in Deutschland wohl gänzlich unbekannt ist: „Anspach & Hobday“. Bevor die Brauerei 2014 in einem Bahnbogen im Londoner Südosten gegründet wurde, haben Paul Anspach & Jack Hobday bereits viel als Hobbybrauer probiert. Gemeinsam mit der „Bullfinch Brewery“ zog man dann 2014 an die gerade entstehende „Beer Mile“. Mittlerweile haben „Anspach & Hobday“ einen eigenen Bogen, denn der Platz wurde bitter benötigt.

Eines der Flaschenbiere fand dann auch seinen Weg nach Karlsruhe. Um genauer zu sein ein „Sour Dry Hop“. Nachdem wir nach und nach Sauerbiere für uns entdecken, auch wenn sich Benny noch ein wenig dagegen sträubt, ist es natürlich umso spannender ein Hopfengestopftes Sauerbier aus London zu probieren.

„Sauerbier, kann man das überhaupt trinken?“ Ja, auf jeden Fall. Aber man muss sich darauf einstelle, dass das was man da gleich trinkt Sauer schmeckt. Das ist natürlich nicht jedermans Ding, das ist klar. Ein Bier das Sauer ist, ist für die meisten erstmal ein schlechtes Bier. Aber Biere die bewusst Sauer gemacht werden, diesen werden Milchsäurebakterien oder Brettanomyces (wilde Hefen, die auf der Haut von Früchten leben) zugeführt, können nicht nur sehr lecker, sondern auch (vor allem im Sommer) äußerst erfrischend sein.

Das Sauerbier aus dem Hause „Anspach & Hobday“ macht auf jeden Fall auch von aussen schon viel her, denn die Etiketten sind liebevoll gestaltet und spiegeln das komplette Konzept der Brauerei wieder. Im Glas angekommen begrüßt uns ein helles, goldgelbes und trübes Bier das eine äußerst stabile Schaumschicht on top aufweist.

Geruch
Im Geruch spiegelt sich dann schon sehr gut wieder was uns im Geschmack noch erwarten soll: Eine gute Portion Säure, gepaart mit einer leichten Joghurtnote und einer leichten Grapefruitnote. Dies ist allerdings nun der Punkt an dem viele das Glas wegstellen würden, da „das ja nicht Gesund sein kann“. Ab diesem Punkt muss man sich auf ein Sauerbier wirklich einlassen und noch einen Schritt weiter gehen und es auch probieren.

Geschmack
Geschmacklich wird dann auch genau das forgesetzt was bereits aus dem Geruch bekannt ist. Die Säure steht hier ganz klar im Vordergrund und wird von allen anderen Geschmacksnoten nur noch weiter nach vorn getragen und diese Noten sind reichlich vorhanden. Geschmacksnoten von Ananas, Grapefruit, saurer Apfel oder Stachelbeere bringen ihre eigene fruchtige Säure mit und tragen zur Geschmacksexplosion bei. Im Abgang kommt zusätzlich noch ein leicht buttriges Gefühl dazu, welches das Erlebnis komplettiert und abrundet.

Fazit
Wenn man sich auf Sauerbiere einlässt, erlebt man eine absolute Geschmacksexplosion. So auch bei diesem Bier, das mit seinen verschiedenen Geschmacksnoten nicht einfach nur sauer ist, sondern so viel mehr zu bieten hat. Das „Sour Dry Hop“ zeigt genau das sehr eindrucksvoll! Wir können nur jedem empfehlen sich einmal an Sauerbiere heran zu trauen, es lohnt sich definitiv.

Hopfensorten N/A
Alkoholgehalt 4,9 %
Bittereinheiten N/A
Aroma Ananas, Stachelbeere, Grapefruit, saurer Apfel

Unser Urteil

Fruchtigkeit rating_icon rating_icon rating_icon rating_icon
Malz rating_icon rating_icon rating_icon rating_icon rating_icon
Unser Gesamturteil rating_icon rating_icon rating_icon rating_icon

Hoptimizer Hoptimizer • 4. Februar 2018


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