The Badisch Beer Blog

Dogfish Head – 90 Minute

Die Dogfish Head Brewery öffnete ihre Pforten bereits im Jahr 1995 und wuchs unglaublich schnell auf ihre heutige Größe an. Allein zwischen den Jahren 2003 und 2006 erhöhte die Brauerei ihre Kapazitäten um mehr als 400%, was sie heute zu einer der größten, wenn nicht sogar zu der größten, Craft Beer Brauerei in den USA macht. Mit insgesamt elf Bieren, die das ganze Jahr über erhältlich sind, darunter IPAs, diverese Ales, ein Witbier, Pale Ales und sogar ein glutenfreies Bier, könnte man meinen, die Brauerei sei gut ausgelastet, aber damit weit gefehlt. Wir haben insgesamt 33 weitere saisonale oder limitierte Biere auf der Liste gezählt, welche die Brauerei über die Jahre gebraut und veröffentlicht hat.

Ende Oktober hat Timo von Ben (Inhaber Taproom Jungbusch) eines der wenigen Dogfish Head Biere, die es über den großen Teich geschafft haben, zum Geburtstag geschenkt bekommen. Denn trotz der Größe der Brauerei ist es fast unmöglich, das Bier in Europa käuflich zu erwerben.
In einer doch eher unauffälligen Flasche befindet sich also das ’90 Minute‘ Imperial India Pale Ale, dass es bereits seit April 2001 gibt. In einer recht hellen Bernsteinfarbe liegt das – leider – filtrierte IPA im Glas und täuscht anfangs eine leichte Schaumkrone an. Diese schwindet aber auffallend schnell und lässt nur einen leichten Schleier am Glasrand übrig.

Geruch
Gespannt wie ein Flitzebogen sind wir auf den Geruch dieses Bieres, der sich aus drei Hauptnoten zusammensetzt. Die Hauptnote dabei ist eine leicht fruchtige Rosinennote, gefolgt von einer leichten Karamellnote, die sich super mit der Rosine verbindet. Abgerundet wird der Geruch noch von etwas Fruchtigerem, und zwar einer leichten Mangonote, die sich aber gekonnt im Hintergrund hält.

Geschmack
Nun kommt wie immer der spannendsten Teil des Tastings, und zwar der Geschmack. Denn das Bier kann noch so gut riechen oder aussehen, wenn es nicht schmeckt bringen auch die besten Geruchsnoten nichts.
So ist das 90 Minute direkt zu Beginn sehr süßlich, wobei die Süße stark an ein angenehmes Honigaroma oder an ein süßes Malzbonbon erinnert. Laut Webseite wird unter anderem Amber Malz verwendet, welches oft als Basis für ein Porter verwendet wird. Dieses gibt einen karamelligen, leicht scharf-bitteren Geschmack ab und stellt sich in den Vordergrund auch wenn dieses Malz nur zu 10% verwendet wurde. Nichtsdestotrotz ist eine Fruchtigkeit schmeckbar, die sich vom Antrunk bis zum Abgang durchzieht. Eine exakte Hopfennote ist aber leider nicht definierbar. Der Alkoholgehalt von 9% ist durchgehend leicht schmeckbar, stört aber beim trinken wenig.

Fazit
Unser Fazit zu unserem ersten Bier aus dem Hause Dogfish Head ist zwiegespalten. Auf der einen Seite ist es ein recht einfach zu trinkendes Bier mit angenehm aufeinander abgestimmten Geschmacksnoten, auf der anderen Seite wird dieses Bier auch etwas durch den Hype getragen, da es in Europa kaum erhältlich ist. Uns hat das Bier gut geschmeckt, aber es extra importieren lassen würden wir wohl nicht. An dieser Stelle auch noch einmal vielen Dank an Ben für die Möglichkeit das Bier zu testen.

Hopfensorten Amarillo, Simcoe, Warrior
Alkoholgehalt 9,0 %
Bittereinheiten 90
Aroma Honig, Karamell
Fruchtigkeit rating_icon rating_icon rating_icon rating_icon
Malz rating_icon rating_icon rating_icon rating_icon rating_icon
Gesamturteil rating_icon rating_icon rating_icon rating_icon

Hoptimizer Hoptimizer • 15. Januar 2017


Previous Post

Next Post

Schreibe einen Kommentar

Your email address will not be published / Required fields are marked *