The Badisch Beer Blog

Emma, Biere ohne Bart – Zapotopaz

Almut Emma Zinn, die Frau hinter „Emma – Biere ohne Bart“, durften wir bereits im Rahmen unserer „Freiburg-Craft-Beer-Story“ kennenlernen und auch vorstellen. Schon das „Kuckucksrot“ konnte uns restlos überzeugen und so sind wir große Fans ihres Bieres geworden, auch schon vor unseren Besuchen in Freiburg. Bevor wir zur folgenden Vorstellung ihres neuesten Werkes kommen, möchten wir an dieser Stelle kurz die Gelegenheit nutzen und erläutern, was denn eigentlich hinter dem Slogan „Biere ohne Bart“ steckt: gemäß des Sprichwortes „Dieser Witz hat schon einen Bart“ und der damit verbunden Bedeutung einer bereits bekannten Gegebenheit möchte die Emma-Brauerin Biere in der Form neu kreieren wie es sie noch nicht gibt. Mit diesem sinngemäß wiedergegebenen Statement hat sich Almut ein hohes Ziel gesetzt und ob sie dieses mit ihrem neuen Bier erreicht hat, gilt es nun herauszufinden.

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So sind wir mehr als glücklich, das brandneue „Zapotopaz“ Strong Ale vor uns stehen zu haben. Im gleichen Stil des Kuckucksrots zeigt sich der Zungenbrecher-Titel auffällig unauffällig auf dem Etikett der Flasche sowie der Zusatz „Topaz Strong Ale“ – ein Hinweis auf den hauptsächlich verwendeten Aromahopfen. Praktischerweise befindet sich auf dem Rückenetikett noch eine interessante Hintergrund-Beschreibung des australischen Hopfens, was uns wiederum noch neugieriger auf den Inhalt macht.
Die Farben des Etiketts haben allerdings nichts mit der Farbe des Bieres im Glas zu tun, denn hier sehen wir eine wunderschöne rotbraune Farbe, welche aber mehr ins rötliche abdriftet und der eines Red Ales ähnelt. Wir sprechen zwar oft von den vielfältig anregenden Bierfarben, aber in diesem Fall lächelt einen das Aussehen des Getränks im Glas schon so sehr an, dass wir es gar nicht mehr erwarten können, das Bier zu probieren.

Geruch
Gespannt wie ein Flitzebogen, können wir es kaum erwarten die Geschmacks- aber auch erstmal die Geruchsnoten zu erfahren. Direkt eingeschenkt tut sich hier eine wahre Fruchtbombe mit Noten von Passionsfrucht, Lychee, Pfirsich und roten Früchte auf, die sich zu einem wahren Inferno vereinen. Wow, das „Zapotopaz“ weiß zu überraschen, ohne bisher auch nur einen Schluck davon getrunken zu haben.

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Geschmack
Aus Erfahrung wissen wir, dass selbst die besten Biere zwar im Geruch überzeugen können, im Geschmack allerdings weniger präsent wirken. Aber hier werden wir eines besseren belehrt – die wunderbar harmonierenden Noten aus Passionsfrucht, Lychee, Pfirsich und roten Früchten, welche im Geruch schon intensiv waren, stechen hier noch mehr heraus. Nach mehreren Schlucken merkt man allerdings, dass sich die Lychee in diesem australischen Bier-Roman als Hauptdarstellerin zeigt. Als ganz unscheinbare Note ist auch noch ein bisschen Grapefruit zu schmecken, so dass der Fruchtkorb immer größer wird, was dieses Bier von Schluck zu Schluck spannender macht. Diese kurze Liaison ist der weiteren Verwendung von Simcoe-Hopfen zu verdanken. Leider bleibt die auf dem Etikett beschriebene Kokosnote aus, zwischen den „Zeilen“ schmecken wir allerdings noch eine leichte Karamell- und Vanillenote heraus, die den verwendeten Malzen geschuldet ist. Generell hat dieses Strong Ale einen Stammwürze-Gehalt von 19,5°P und somit einen soliden Malzkörper. Der Alkoholgehalt von 8,2 % ist geschmacklich merkbar, was diesem Bier aber nicht schadet, denn diese leichte Säuerlichkeit unterstützt den Geschmack in voller Länge.

Fazit
Ein Fruchtkorb, der seines Gleichen sucht, in einem wunderbar runden und ausgewogenen Bier. Mit all seinen spannenden Geschmacksnoten ist das „Zapotopaz“ tatsächlich ein Bier für jede Lebenslage und theoretisch auch ein Bier, das man den ganzen Abend über trinken könnte. Aufgrund der 8,2% Alkohol sollte man sich hier allerdings mit Bedacht dem zweiten oder dritten Bier nähern. Für uns ist auf jeden Fall ein Zweites noch drin, denn wir sind restlos begeistert. Abschliessend bleibt zu sagen: dieses Bier hat definitiv keinen Bart – Ziel erreicht!

Hopfensorten Topaz, Simcoe
Alkoholgehalt 8,2 %
Bittereinheiten N/A
Aroma Passionsfrucht, Lychee, Pfirsich und rote Früchte
Fruchtigkeit rating_icon rating_icon rating_icon rating_icon
Malz rating_icon rating_icon rating_icon rating_icon rating_icon
Preis-/Leistungsverhältnis N/A
Preis N/A
Wo gekauft? Bier. Karlsruhe oder weitere hier
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Hoptimizer Hoptimizer • 27. November 2016


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