The Badisch Beer Blog

Finne Brauerei – Einmal alles bitte

Die kleine aber feine Brauerei Finne aus Münster ist in Baden noch recht unbekannt. Das möchten wir ändern und haben uns daher „einmal alles“ zukommen lassen und auch probiert.

In Münster gab es einst über 100 Brauereien, aber so wie es praktisch in jeder Stadt ist, ging auch hier die Zahl rapide zurück. Die drei Münsteraner Flo, Frank und Jörn möchten mit ihrer Brauerei nun dazu beitragen, ein Stückchen dieser Vielfalt wieder nach Münster zu bringen. Gestartet wurde bereits im Juni 2016 mit dem Anspruch, nur biologisch angebaute Zutaten zu verwenden, fernab von industriell gefertigtem Bier, und natürlich unfiltrierte Biere zu brauen, genau so wie die Hoptimizer ihr Bier am liebsten mögen. Das Ergebnis ist ein Helles, ein Weizen und ein Pale Ale – und das alles in Bio-Qualität.
Und woher kommt nun der Name? Nun, in Münster bestellt man wohl „eine Finne Bier!“, wenn man eine Flasche oder ein Glas Bier möchte.

Bio Helles – 4,9 % – 21 IBU

Hell-typisch erstrahlt der erste Finne-Trunk nun goldgelb im Glas, gekrönt von durchaus stabilem sowie feinporigen Schaum. Mit dem ersten Riecher wird die Nase von einer dominanten Malznote umschmeichelt, welche sich als Toastbrot-Note beschreiben lassen kann und vom verwendeten Pilsner und Münchner Malz kommt. Probieren wir dann das Helle, tritt auch hier die malzige Note von Toast in den Vordergrund, gefolgt von grasigen und blumigen Hopfennoten, die das Bier leicht fruchtig wirken lassen. Ganz im hintersten Eck entdecken wir dann noch eine leicht rauchige, speckige Note, die dem Hellen noch eine leichte Würze verleiht und das Bier wunderbar abrundet.

Unser Urteil: rating_icon rating_icon rating_icon rating_icon rating_icon

 

Bio Weizen – 5,2 % – 15 IBU

Das zweite Bier im Bunde ist das Bio Weizen. Dieses zeigt sich im Glas wie ein typisches Weizen, nur driftet es farblich etwas ins Bernsteinfarbige.Riecht man am Bier, weht einem in erster Linie die altbekannte Bananennote entgegen, gefolgt von angenehmen Malznoten in Form von Weißbrot. Abgerundet wird der Geruch durch eine kleine Prise Nelken, die aber auch nur am Rande auffällt. Nun kommt der – wie immer – schönste Teil: die Geschmacksprobe. Und hier kann das Weizen mit vielen unterschiedlichen Nuancen punkten. Die im Geruch noch so domiante Banane zieht sich im Geschmack gekonnt zurück und vermischt sich mit einer leicht buttrigen Note, etwas Grapefruit und ganz zum Schluss noch einer leichten Honignote. Die Grapefruit gibt auch gleich noch etwas Bittere mit dazu. Zusammen mit den Malznoten ist das Bier wunderbar abgerundet und alle Geschmackskomponenten sind sehr gut aufeinander abgestimmt. Dies ist definitiv ein Weizen, dass man den ganzen Abend über trinken könnte.

Unser Urteil: rating_icon rating_icon rating_icon rating_icon rating_icon

 

Bio Pale Ale – 6,1 % – 68 IBU

Das dritte Bier aus dem Hause Finne, welches den Weg auf unseren Tastingtisch gefunden hat, ist das Bio Pale Ale. Und eben dieses überrascht uns im Glas doch direkt sehr, denn es ist nicht nur unfiltriert, sondern so sehr trüb, dass es fast an naturtrüben Apfelsaft erinnert. Nur wenige Biere bekommen das hin und wir sind bereits jetzt schon von den Socken. Gekrönt wird das Ganze von einer sehr stabilen Schaumkrone. Machen wir dann die Geruchsprobe, trumpft das Pale Ale mit einer fruchtig-säuerlichen Note, gepaart mit Aromen aus Aprikose und Pfirsich, die sich auch im Geschmack wiederfinden. Kombiniert wurde das Ganze mit einer leichten Zitrus- und malzbedingten Rosinennoten, die sich gekonnt in das Gesamtbild einfügen. Die 68 Bittereinheiten in diesem Bier machen sich beim Abgang bemerkbar und geben dem Bier damit  kurz vor Ende noch eine weitere spannende Facette. Das Bio Pale Ale ist also nicht nur ein Gaumenschmaus, sondern macht auch durch die Farbe und Trübe im Glas sehr viel her.

Unser Urteil: rating_icon rating_icon rating_icon rating_icon rating_icon

 

Unser Fazit:
Die Brauerei Finne aus Münster macht vieles richtig und da die drei Jungs praktisch noch am Anfang stehen, sind wir sehr gespannt, was uns in Zukunft erwartet. Fakt ist auf jeden Fall, dass wir jedem empfehlen, das Sortiment der „Finnen“ zu probieren, sollte es einmal in eure Hände fallen.

Hoptimizer Hoptimizer • 26. Februar 2017


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