Gedruckter Craft Beer Lesestoff

Wir trinken nicht nur gern (Craft-)Bier, sondern lesen auch gern darüber. Damit scheinen wir nicht die Einzigen zu sein und daher erfreut sich gedruckter Lesestoff über (Craft-)Bier einer immer größer werdenden Beliebtheit. Das erkennt man nicht nur daran, dass das „älteste“ Craft Beer Magazin „Meiningers CRAFT“ bereits bei Ausgabe 6 (seit 2015) ist, sondern auch daran, dass beim schlendern durch den lokalen Zeitschriftenladen immer mehr Magazine zu diesem Thema in den Regalen auftauchen.
Wir haben uns drei herausgesucht:

Meiningers CRAFT
Das älteste der drei Magazine ist das „CRAFT“ des Meininger Verlags aus Neustadt an der Weinstraße, quasi gerade ums Eck von Karlsruhe. Bereits Ende Mai 2015 sind wir auf die erste Ausgabe des CRAFT aufmerksam geworden und da genau zu diesem Zeitpunkt unser Interesse an Craft Beer so richtig groß geworden ist, war das der perfekte Zeitpunkt für den Kauf der ersten Ausgabe.
Inhaltlich hält sich das CRAFT – beginnend mit Ausgabe 1 – an spannende Reportagen europäischer Bierbrauer und Brauereien. Sei es eine Titelstory über die Dänen von Mikkeller, die neu zu eröffnende Stone Brewery oder über die italienische Craft-Beer-Ikone Teo Musso. Gepaart mit tollen Stories über kleine deutsche Brauer oder Craft-Beer-Bars bis hin zu Craft-Beer-Shops ist alles vorhanden.
Meininger ist zudem Ausrichter des alljährlichen Craft Beer Awards, wodurch der Verlag immer am aktuellen geschehen in der Craft-Beer-Szene ist und somit auch immer wieder kleine, unbekannte Perlen in der deutschen Bierlandschaft entdeckt.
Eigene Bierbewertungen dürfen natürlich auch nicht fehlen und somit sind wir immer wieder von den Beschreibungen inspiriert worden und haben uns das ein oder andere Bier nach Empfehlung des CRAFT zugelegt.

Unser Fazit:
Abo? Gekauft!

craftbeer
Das Magazin mit dem schlichten Namen „craftbeer“ stammt aus dem Hause falkmedia aus Kiel. Im Vorfeld der Veröffentlichung dieses Magazins haben die Verantwortlichen eine Crowdfunding-Kampagne gestartet und somit scheinbar genug potentielle Leser begeistert, so dass im ersten Quartal 2016 die erste Ausgabe des „craftbeer“ erschienen ist. Nach einer längeren Pause erschien dann Ende August 2016 die lang ersehnte zweite Ausgabe.
Inhaltlich und thematisch ist das „craftbeer“ nah am „CRAFT“, beschränkt sich aber mehr auf die deutsche Craft-Beer-Szene. Viele Stories über deutsche Brauer und ihre Biere sowie Stories zu verschiedenen Bierstilen und die dazu von „craftbeer“ empfohlenen Biere sind tolle Aufmacher und laden zum Weiterlesen ein. Hinzu kommt ein ausführlicher Bereich, in dem viele verschiedene Biere kurz beschrieben und bewertet werden, wodurch wir uns auch hier das ein oder andere mal haben inspirieren lassen.

Unser Fazit:
Das „craftbeer“ ist auf dem richtigen Kurs und wir warten kronkorkenklimpernd ab, was uns die nächsten Ausgaben bieten werden.

Bier
Ein weiteres neues, aber erst kürzlich entdecktes Magazin heißt schlicht „Bier“ und wurde vom Stuttgarter Verlag Motor Presse ins Leben gerufen.
Thematisch findet sich dieses Magazin eher in der klassischen als in der Craft-Beer-Szene wieder.
In der ersten Ausgabe wird hauptsächlich das Thema rund um die Feierlichkeit zum 500. Geburtstag des Reinheitsgebots behandelt, wozu viele Interviews geführt und die Entstehung des Reinheitsgebots beleuchtet werden. Spannende Interviews mit vielen Fakten rund um das Reinheitsgebot, eher klassisches Bier und ansprechend geschriebene Artikel.
Eine kleiner Satz einer kleinen Story ist uns dann aber doch negativ aufgestoßen: Es wird berichtet, dass eine Europäische Airline lokales Bier aus Dosen auf Flügen ausschenkt. Die Redaktion ist der Meinung, dass es noch viel besser wäre, würde das Bier aus der Flasche kommen.
Hierzu kann man sagen, dass das Dosenbier in Zeiten des Craft-Beer-Hypes rund um handwerklich gebrautes Bier, den Charm von Plörre oder Billigbier durchaus verloren hat und es rein wissenschaftlich gesehen auch das Beste ist, was man Bier antun kann, wenn man es in Dosen füllt. Lichtundurchlässig und luftdicht bleibt der Geschmack und das Aroma länger enthalten als bei Flaschenbier. Auch wenn das am Ende natürlich Geschmackssache ist, erhofft man sich hier als Bier-Enthusiast eine bessere Recherche seitens des Magazins.

Unser Fazit:
Wir sind sehr gespannt, was uns die nächste Ausgabe bieten wird.

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