The Badisch Beer Blog

Hanscraft & Co – Saison Julie

Hanscraft & Co., das Aschaffenburger Team um Brauer Christian Hans Müller, ist zwar laut eigener Aussage „weiß Gott kein großer Player am Markt“, dennoch konnten sie sich bereits mit dem Backbone Splitter und dem Bayrisch Nizza in der Craftbier-Szene einen Namen machen. Mit dem heute vorgestellten „Saison Julie“ haben sich die Franken allerdings an einen eher selteneren Stil herangetraut: dem Farmhouse Ale.

Das rustikal wirkende Etikett wirkt schonmal sehr stimmig, da es nicht nur diesen alten Bierstil perfekt repräsentiert, sondern rückseitig auch sehr übersichtlich auflistet, welche Inhaltsstoffe uns hier erwarten.
Beim Öffnen der Flasche merkt man förmlich, wie sehr das Bier aus der Flasche kommen möchte. Der Schaum schießt hier schneller aus der Flasche als erwartet und landet auch gleich geschickt im Glas. Wahnsinns Schaumkrone auf jeden Fall! Allerdings verschwindet diese auch schnell und zurück bleibt ein strahlend goldgeber, unfiltrierter Anblick.

Geruch
Beim ersten Aufnehmen des Geruches macht sich ein leichter Weizencharakter bemerkbar, gefolgt von leicht säuerlichen Noten. Hopfige Nuancen sind zwar vorhanden aber leider viel zu dezent. Dem Geruch nach zu urteilen, wird uns hier ein eher Pils ähnliches Bier erwarten, was erfahrungsgemäß für den Farmhouse-Stil aber nicht ungewöhnlich ist.

Geschmack
Wie vom Geruch schon angekündigt, bestätigt sich der typisch herbe Pils-Charakter. Eigentlich schade, denn bei der Verwendung von Chinook und Sorachi Ace-Hopfen erwartet man eigentlich deutlich präsentere Noten von Grapefruit und Kokos. Was man allerdings deutlich heraus schmeckt ist die Verwendung von Pilsner, Münchner und Wiener Malz, die in der Kombination höchstwahrscheinlich für den säuerlichen Weizengeschmack verantwortlich sind. Negativ fällt uns sowohl im An- als auch im Nachtrunk der eindeutig zu hohe Kohlensäuregehalt auf. Das Bier ist nicht nur auf den ersten Schluck zu spritzig, sondern liegt auch äußerst schwer im Magen.

Fazit
Wer schon den ein oder anderen Beitrag auf unserem Blog gelesen hat, weiß dass der Name Hoptimizer nicht von ungefähr kommt, da wir ausgesprochen große Fans von hopfenlastigen Bieren sind. Gerne lassen wir uns auch von dunklen Bieren und gänzlich anderen interessanten Kompositionen überzeugen. Leider ist das Saison Julie aber keines von beidem und hinterlässt daher ein eher nüchternes Fazit. Geschmacklich sticht es zu wenig heraus, um einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen. Hinzukommt, dass es mit 2,40€ nicht gerade mit anderen Bieren aus der Preiskategorie mithalten kann. Da bleiben wir doch lieber beim Backbone Splitter!

Hopfensorten Chinook, Sorachi Ace
Alkoholgehalt 6 %
Bittereinheiten N/A
Aroma herb, leicht säuerlich
Fruchtigkeit rating_icon rating_icon rating_icon rating_icon
Malz rating_icon rating_icon rating_icon rating_icon rating_icon
Preis-/Leistungsverhältnis rating_icon rating_icon rating_icon rating_icon rating_icon
Preis 2,40 €
Wo gekauft? Getränkemarkt Huditz, Durmersheim
Gesamturteil rating_icon rating_icon  rating_icon rating_icon

Hoptimizer Hoptimizer • 3. Juli 2016


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