The Badisch Beer Blog

Magic Rock – Hypnotist

Bereits 2011 lief in der Brauerei Magic Rock aus Huddersfield in England das erste Bier vom Band. Inspiriert von der grandiosen Craft Beer-Szene in den USA wollten die Brüder Richard und Jonny Burhouse sowie Braumeister Stuart Ross etwas eigenes schaffen. Mit mittlerweile 30 Angestellten schwappen immer neue, moderne Biere über den Kanal nach Deutschland und bereichern somit die europäische Craft Beer-Szene ungemein. Neben den Bieren aus dem Standardsortiment gibt es bei Magic Rock noch einige Limited Releases. Eines davon ist das Hypnotist, welcher in unsere momentane Lieblingskategorie „New England IPA“ fällt. Da haben wir uns natürlich nicht zwei mal bitten lassen und haben das Bier gekauft.
Kaum eingeschenkt fällt direkt auf, dass das Bier vom Außeren doch eher ein Aussenseiter in der Kategorie der NEIPAs ist. Das soll aber nicht stören, denn es kommt ja schließlich auf die inneren Werte an. Ein relativ trübes und dunkelbernsteinfarbenes Bier fließt aus der schwarz-blauen Dose ins Glas. On top gibt es großporigen Schaum, der aber – typisch englisch – schnell schwindet.

Geruch
Eine Geruchsnote sticht direkt heraus, wenn das Glas zur Nase geführt wird und übertrumpft die restlichen Komponenten schon fast: sehr dominante Zitrusnoten. Die Zitrone ist übernimmt eindeutig die Rolle in diesem trüben England-Roman. Sie springt um die Nase und lässt die Nebenrollen Pfirsich und Aprikose leider fast komplett in den Hintergrund geraten und vergessen.

Geschmack
Ganz anders stellt sich das im Geschmack dar. Im Geschmack dominiert ein Duo aus Passionsfrucht- und Zitrus, die sich einfach wunderbar ergänzen und gegenseitig pushen. Pfirsich und Aprikose und ein wenig Papaya ist zu schmecken, was dieses Bier förmlich zu einer Fruchtbombe werden lässt. Zu unserer Überraschung wird im Bier auch etwas Roggenmalz verwendet, der sich im Geschmack mit einer leichten und angenehmen Säure zu spüren gibt und das Hypnotist sehr gut abrundet. Beachtlich ist auch, dass dieses Bier trotz der 6,8% runter geht wie Saft. Abgesehen von der fehlenden Bittere ist auch der Alkohol nicht zu schmecken.

Fazit
Ein New England IPA wie es praktisch im Buche steht, nur dass sich die Optik von den Geschwistern unterscheidet, was dieses Bier allerdings einzigartiger macht. Ein sehr fruchtig-spritziges Bier, das auch gerne mal mit seinen Artgenossen anderer Brauereien in einen Picknick-Korb geworfen werden kann. Aber bitte beachtet eines: trotz der vergleichsweise geringen Trübe sollte das Bier direkt aus dem Glas getrunken werden. Die Optik gehört bei diesem Stil einfach zum Trinkerlebnis dazu. Wir sprechen eine klare Empfehlung für alle Fans von tropisch-fruchtigen Biere aus. Sobald ihr eine oder auch mehrere Dosen Hypnotist im Store eures Vertrauens gefunden habt, sollte es entweder direkt zuhause in den Kühlschrank oder gleich getrunken werden.

Hopfensorten Amarillo, Citra, Mosaic, Simcoe
Alkoholgehalt 6,8 %
Bittereinheiten N/A
Aroma Passionsfrucht, Zitrus, Aprikose, Pfirsich
Wo gekauft? Lager Lager, Berlin

Unser Urteil

Fruchtigkeit rating_icon rating_icon rating_icon
Malz rating_icon rating_icon rating_icon rating_icon rating_icon
Unser Gesamturteil rating_icon rating_icon

Hoptimizer Hoptimizer • 14. Mai 2017


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