The Badisch Beer Blog

malt & hops – Thirsty Tulips

malt & hops sind Elke und Thomas, die wir bereits in unserer „Freiburg-Craft-Beer-Story“ vorgestellt haben. Wie bereits dort angekündigt, stellen wir euch im heutigen Artikel das neueste Bier aus dem Hause „malt & hops“ vor, welches wir direkt vor Ort bereits probieren durften.

Das „Thirsty Tulips“ ist ein Helles, das optisch schon einmal sehr viel her macht. Das Etikett zeigt zwei Turner, die sich mit einer spielerischen Leichtigkeit zeigen – ob das eine Andeutung auf den Geschmack ist? Weiterhin verrät uns das Rückenetikett, dass diese Lagerbier auch noch mit Saphir-Hopfen gestopft wurde. Das deutet schonmal auf ein nicht ganz so klassisches Helles hin. Thomas, jetzt hast du uns neugierig gemacht. Nach dem Einschenken sehen wir im Glas vor uns ein sehr trübes, unfiltriertes und strohgelbes Bier, dessen Schaumkrone nur von kurzer Dauer ist. An dieser Stelle könnten wir wie immer herunterpredigen, dass eine große Schaumkrone kein Indikator für ein gutes Bier ist. Tun wir aber nicht. Für uns passt, was wir sehen allemal, denn unfiltriert ist unser Ding.

Geruch
An die Nase angesetzt scheint eine sehr blumige aber auch grasige Note durch, welche sich nach mehrmaligem Schnuppern als die Hauptnoten entpuppen und das Geruchsprofil im Großen und Ganzen ausmachen. Der Saphir-Hopfen winkt hier sprichwörtlich dem Biertrinker mit einem kleinen Blumenstrauss entgegen und zaubert uns auch ein kleines Lächeln ins Gesicht. Zwischen den Hauptnoten findet sich aber auch noch eine kleine Pfeffernote, die die Blumigkeit auf eine gewisse Art und Weise ergänzt. Wie erwartet verrät das Thirsty Tulips im Geruch allerdings nichts vom verwendeten Malz.

Geschmack
Mit dieser bereits beschriebenen spielerischen Leichtigkeit schmeichelt das „Thirsty Tulips“ bei der ersten Geschmacksprobe bereits dem Gaumen. Jetzt kommt nun auch das Pilsner Malz ins Spiel, denn hier zeigt sich bereits im Antrunk eine leichte Säure, gefolgt von eben jenen Geruchsnoten. Der Saphir ergänzt sich unglaublich gut mit der klassischen Grasnote und ruft direkt das Bild einer blühenden Wiese im Kopf hervor. Hinzu kommt ausserdem eine leichte Honignote, die dem Ganzen noch eine kleine Menge an Restsüße mit auf den Weg gibt.

Fazit
Hingegen der Etikett-Beschreibung haben wir mit dem Thirsty Tulips ein helles Lager, das statt einen vollmundigen einen eher leichten Charakter hat. Aber gerade die Veredelung mit dem Saphirhopfen macht dieses Bier zu einem zuende gedachten Konzept, das perfekt für einen unkomplizierten Biergenuss ist. Aber auch der anspruchvolle Bierliebhaber kommt hier nicht zu kurz, denn trotz oder vielleicht auch gerade wegen der Leichtigkeit schmeichelt das Thirsty Tulips mit sehr feinen Aromen, die für ein spannendes Trinkerlebnis sorgen. Eine weitere Geschmacksprobe einen Monat später hat gezeigt, dass sich der Saphir-Hopfen im Geschmack eher zurückzieht, was dem Bier etwas die Intensität nimmt, es aber nicht wirklich schlechter dastehen lässt.

Hopfensorten Tettnanger, Magnum, Saphir
Alkoholgehalt 5,4 %
Bittereinheiten 29 IBU
Aroma blumig, grasig, Honig
Fruchtigkeit rating_icon rating_icon rating_icon rating_icon
Malz rating_icon rating_icon rating_icon rating_icon rating_icon
Preis-/Leistungsverhältnis rating_icon rating_icon rating_icon rating_icon rating_icon
Preis 2,70 €
Wo gekauft? Bier., Karlsruhe
Gesamturteil rating_icon rating_icon rating_icon rating_icon

Hoptimizer Hoptimizer • 11. Dezember 2016


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