The Badisch Beer Blog

1

#Biergebabbel: New England IPA – Eine neue Liebe?

Seit längerem schon lesen wir immer wieder etwas von einer „neuen“ Biersorte namens „New England India Pale Ale“ (NEIPA). Aber worum handelt es sich bei einem „New England IPA“, warum will gefühlt die komplette Craft-Beer-Gemeinde eben jenes probieren und warum ist es so schwer, an ein NEIPA zu kommen?
Im Folgenden versuchen wir ein wenig Licht ins Trübe (Glas) zu bekommen.

India Pale Ales sind wohl die Biere, welche in der Craft-Beer-Szene am meisten getrunken werden und es ist kein Ende in Sicht. Nun gibt es da eine „Weiterentwicklung“, welche als normales IPA durchgehen könnte, wären die (meisten) Biere nicht so unglaublich trüb als hätte man frischen Orangensaft mit Schaum im Glas. Oder erinnert sich noch jemand an das Butterbier aus den Harry Potter Filmen? Mit dem Vergleich zu einem NEIPA könnte man fast meinen, die Harry Potter-Filme wären ihrer Zeit voraus gewesen.

Aber wo kommt das „New England IPA“ eigentlich her?
Wie man schon aus dem Namen lesen kann, handelt es sich hierbei um Biere aus der Gegend um Vermont (New England) in den USA. So können die Biere auch unter den Namen „East Coast IPA“ oder – wie es BrewDog bereits vorgemacht hat – unter „Vermont IPA“ durchgehen. Aber so wirklich sicher, ob es sich hier um einen eigenen Bierstil handelt, ist sich da noch niemand so genau.
Als Vorreiter gilt hier der „Heady Topper“ der Vermonter Brauerei „The Alchemist“, an dem sich alle NEIPAs orientieren. Riskiert man einen Blick auf Ratebeer.com, wird man hier von einer Punktzahl 100/100 überrascht. Na gut, überrascht nicht wirklich, denn wenn wir mal alle NEIPAs nehmen, welche wir bisher probieren durften, ist diese Punktzahl gar nicht mal so abwegig.

Aber nochmal von vorne:
Ein NEIPA zeichnet sich schon allein dadurch aus, dass es so unglaublich trüb ist und somit auch die Frage nach einer Filtrierung überflüssig macht. Durch die Verwendung von Haferflocken, Hafermalz (also prinzipiell sehr eiweißhaltige Malzen) und obergäriger Hefe, welche länger in Schwebe bleibt, wird eben diese signifikante Trübung erzeugt. Geschmacklich ist das Bier wohl das, was man getrost als Aromahopfen-Bombe bezeichnen könnte: extrem fruchtig und in vielen Fällen tendentiell weniger bitter, da der Hopfen erst recht spät beim Brauen hinzugegeben wird, so dass sich wenige Bitternoten entfalten können.

Die ersten Deutschen mit einem „New England IPA“ sind die Herren von Fuerst Wiacek und ihrem „A Quick one while she’s away“, welches praktisch in kürzester Zeit ausverkauft war. Wir konnten es zum Glück in Berlin noch testen und waren mehr als entzückt über diese Bombe an Aromen.
Bisher ist es leider noch ein Ding der Unmöglichkeit, ausserhalb von Metropolen an eines dieser Biere zu gelangen, auch Online-Craft-Beer-Shops haben bisher keines im Sortiment.

Nichtsdestotrotz ist es absolut jedem IPA-Liebhaber zu empfehlen, sich ein oder zwei NEIPA(s) zu Gemüte zu führen, sofern man eine Quelle findet, denn das könnte noch etwas Großes werden!

Wir empfehlen ausserdem:
Lervig – Tasty Juice
Lervig – Perler for Svin
Magic Rock – Hypnotist
BrewDog vs. Cloudwater – New England IPA

Hoptimizer Hoptimizer • 19. März 2017


Previous Post

Next Post

Comments

  1. BrewDog vs. Cloudwater - New England IPA - Hoptimizer

Schreibe einen Kommentar

Your email address will not be published / Required fields are marked *