The Badisch Beer Blog

On Tap-Session im Taproom Jungbusch

Wir waren natürlich nicht nur zum Gespräch im Taproom Jungbusch, sondern haben auch einige Biere probiert, die wir euch hier als Fortsetzung zu unserem letzten Artikel über den Taproom Jungbusch in Mannheim vorstellen. Soviel vorab: Es wird abgefahren, aussergewöhnlich und saftig. Wir bitten zur Teestunde:

Sainte Crucienne – Antisociale
Black India Pale Ale – 7,2 % – IBU 75

Sainte Crucienne ist eine kleine Brauerei aus dem französischen Colmar mit acht verschiedenen Bieren im Sortiment. Wir haben nun das frisch gezapfte Black India Pale Ale mit dem klangvollen Namen Antisociale vor uns. Die Farbe ist sehr dunkel, aber kaum zu vergleichen beispielsweise mit einem Black IPA aus dem Hause BrewDog. Das Antisociale ist sehr fruchtig, mit einer ausgeprägten Citrusnote sowie einer ausgesprochen angenehmen Karamellmalz-Note. Es gibt sich ein wenig bitter im Abgang, was sich gut in das durchaus abgerundete Aroma fügt.

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Lervig – Lucky Jack
Grapefruit India Pale Ale – 4,7%

Über die Brauerei Lervig aus Norwegen haben wir ja bereits mit dem White IPA berichtet. Nun hat uns das Lucky Jack, ein Grapefruit India Pale Ale, förmlich von der Karte aus angelächelt und wir konnten nicht widerstehen. Das Ganze kommt aus der Dose, ist unfiltriert und schon im Geruch springt uns die Grapefruit sprichwörtlich ins Gesicht. Anschließend springt sie in den Mund und ergießt sich dort, was das Lucky Jack zu einem Bier macht, das praktisch nur nach Grapefruit schmeckt. Nach einer kleinen Recherche nach den Inhaltsangaben löst sich das Rästel: im Lucky Jack ist Grapefruitsaft. Das mindert unsere Begeisterung etwas, das Bier bleibt aber trotzdem ein unglaublich leckeres und süffiges Getränk.

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Das war der erste Streich und der zweite folgt zugleich, denn es kommen nun Biere, die uns von Ben, dem Betreiber, empfohlen wurden.

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Siren Craft Brew / Hill Farmsteadt – Love of Work
Blonde Ale – 3,6%

„Love of Work“ ist ein Co-Brew aus dem Hause Siren Craft Brew und der Brauerei Hill Farmsteadt aus Vermont. Dieses Bier ist unsere Teestunde, denn es soll mit Earl Grey gebraut sein. Im Geruch zeichnet sich der Earl Grey deutlich ab, wird dann aber im Geschmack etwas leichter. Alles in allem schmecken wir hier ein sehr mildes Ale mit einem Hauch Bergamotte-Nachgeschmack, was das Bier sehr interessant macht. Wir vertreten zwar die Meinung „entweder Bier oder Tee“, wer beides mag, am besten gleichzeitig, ist hiermit aber wunderbar beraten.

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Freigeist – Berliner Scheisse
Braunbier mit Erdbeeren / Gose – 5%

Man nehme den Namen und die Biersorte zusammen und denke sich seinen Teil. Hinter der Sorte Braunbier versteckt sich eigentlich eine Gose, welche mit Erdbeeren verfeinert wurde. Die Scheisse (das darf man an dieser Stelle mal sagen) riecht und schmeckt ebenso nach Karamellmalz, was auch die dunkle Farbe erklärt. Gose-Liebhaber würden es lieben – unser Fall ist es nicht ganz.

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Smuttynose – Big A
India Pale Ale – 8,2%
Das Big A ist ein klassisches IPA, dass allerdings mit Vorsicht zu geniessen ist. In einer kleinen Brauerei in Hampton, New Hampshire, gebraut und von der New York Times bereits gelobt, überzeugt es mit einem prägnant süßen Malzkörper und einem typisch zitronigen Hopfenaroma. Im Gesamten wirkt es sehr ausgewogen, allerdings auch recht süffig. Die 8,2% können demnach sehr heimtückisch und mit einem plötzlichen Knall um die Ecke geschossen kommen. Danke an Ben für das (ausreichend) kleine Probierglas! 😉

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Siren Craft Brew – Broken Dream
Stout – 6,5%
Um die kleine vierbierige Testreihe abzurunden, darf ein Stout nicht fehlen. Dieses kommt von der jüngst von uns vorgestellten Brauerei Siren Craft Brew. Beim Broken Dream sind wir bereits vom Geruch angetan. Ein deutlich süßes Malzaroma prägt den ersten Eindruck. Der Geschmack hingegen glänzt mit einer wunderbar cremigen, leicht säuerlichen Schoko-Kaffee-Espresso-Charakteristik, die aber dennoch solide mit dem süßen Malzaroma verschmilzt.

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Da wir das Glück hatten, dass am Abend unseres Besuches ein Bier-Cocktail-Mixer zu Gast im Taproom war, mussten wir natürlich unbedingt die Gelegenheit nutzen und auch aus diesem Angebot zwei Kreationen testen.

Juniper Punk (BrewDog – Punk IPA)
Gin, Zitrone, Zucker, Punk IPA
Abgesehen von der bereits farblich frischen und tropischen Ausstrahlung des Cocktails, handelt es sich beim Juniper Punk um einen süffig-fruchtigen Drink, der ideal für heiße Sommertage geeignet ist. Beim ersten Schluck sind besonders die Zitrone und der Zucker präsent, gleich im Anschluss schlägt der herbe Gin allerdings eine perfekte Brücke zum zitronig-herben Punk IPA, das sich im Abgang dann doch nicht unterkriegen lässt.

Belgish Burbon (Liefmanns – Kriek)
Burbon Whiskey, Zitrone, Zucker, Liefmanns Kriek
Aufgrund der Verwendung „Bourbon“ im Namen dieses Cocktails und der Unkenntnis über das Liefmanns Kriek haben wir hier zugegebenermaßen einen süßen und weichen Cocktail erwartet. Sowohl der Geruch als auch der erste Schluck offenbaren uns hier allerdings einen überwiegend säuerlichen und fruchtigen Bier-Cocktail. Die Recherche nach dem verwendeten Bier brachte unmittelbare Aufklärung, denn hier handelt es sich um ein Fruchtbier mit deutlichem Kirschgeschmack. Nichtsdestotrotz kann man der Komposition einen dicken Pluspunkt geben, denn alle Geschmackskomponenten sind hier wunderbar aufeinander abgestimmt und ergeben ein rundes Getränk für einen gemütlichen Abend.

Hoptimizer Hoptimizer • 19. Juni 2016


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