The Badisch Beer Blog

Vienna Beer City

Ein bieriger Besuch in Wien

„Öfter mal Neues trinken“ ist eines der wichtigsten Mottos der Hoptimizer. Ebenso wichtig ist der Besuch neuer Orte, neuer Brauereien und neuer Brauhäuser.
Vor einem Monat hat es Timo nach Wien verschlagen, wo er sich durch Teile des dortigen Angebotes probiert hat.

Tag 1

Abends in Wien angekommen wurde erstmal das Gepäck im Hotel abgeladen, um anschließend die ersten Lokalitäten anzusteuern.
Erste Anlaufstelle war The Brickmakers in der Nähe des Wiener Westbahnhofs. Eine Craft-Beer-Bar im Stile eines englischen Pubs mit großer Bierauswahl vom Fass und einer noch größeren Auswahl aus der Flasche. In Laufweite befindet sich das Plutzer Bräu, bei dem natürlich auch noch ein kleines, eigenes Bier probiert werden musste. Auf dem späten Heimweg kamen wir noch am 7stern Bräu vorbei, dessen Bierautomat dazu einlud, sich noch das ein oder andere Bier mit ins Hotel zu nehmen.

 

Tag 2

Früh aufstehen war an Tag zwei angesagt, denn etwas Sight Seeing inklusive Tiergarten Schönbrunn stand auf dem Plan.
Mit einem Schlenker durch den 12. Bezirk auf dem Rückweg ins Hotel, wurde am Malefitz gestoppt, einer kleinen Marktbude mit zwei Bieren vom Fass und unzähligen aus der Flasche. Natürlich wurde auch etwas probiert.

Zeux – Blond Ale
Eines der zwei Biere auf der Tapliste kommt aus dem Hause Zeux aus Wien, die bereits seit 2006 eigene Biere brauen. Das Blond Ale ist ein doch recht lang gelagertes, bernsteinfarbenes Bier, das man schon fast als ein Helles bezeichnen könnte. Mit angenehm malzigen Geruchsnoten sowie fruchtig-blumigen Hopfennoten freut man sich schon auf den ersten Schluck. Ebenso blumig und fruchtig frisch präsentiert es sich dann direkt im ersten Schluck und lässt die Malzaromen etwas in den Hintergrund treten. Alle Geschmacksnoten sind sehr gut aufeinander abgestimmt und sehr ausgewogen, was das Bier sehr süffig macht und auch direkt nach einem zweiten Glas verlangt. Leider lies die Recherche zum Bier im Internet etwas zu wünschen übrig, so dass ich leider keine Angaben zum Alkoholgehalt machen kann.
Mein Urteil: rating_icon rating_icon rating_icon rating_icon rating_icon

Neben dem Blond Ale gab es noch ein unglaublich leckeres „5 O’Clock“ von Next Level Brewing direkt aus dem Fass. Köstlich!
Die Verantwortlichen für dieses leckere Bier konnte ich direkt im Anschluss im Beer Store Vienna kennenlernen. Beim Beer Store Vienna handelt es sich nicht nur um einen Bier-Store mit einem Flaschensortiment, sondern viel mehr um einen Treffpunkt für alle Bier- und Braubegeisterten. Denn neben dem Flaschensortiment, das gut gekühlt im Kühlraum lagert, gibt es noch ein bis zwei Biere vom Fass zum gemütlich trinken und quatschen sowie jede Menge Hobbybrauerbedarf. Vom kompletten Braumeister-Set bis zum gekühlten Hopfen ist alles vorhanden, was sich das Hobbybrauerherz wünscht. Der Beer Store Vienna ist auf jeden Fall ein Muss bei jedem Wien-Besuch.

Am Abend haben wir dann auf die Tipps der Jungs aus dem Beer Store Vienna gehört und haben uns mit der U-Bahn auf den Weg zum Lichtenthaler Bräu gemacht. Ein kleines Brauhaus, nordöstlich der Innenstadt und mit genug Platz vor der Haustür für einen Biergarten. Eine Bierkarte mit sechs eigenen Bieren machte die Auswahl nicht leicht, aber schlussendlich habe ich mich für das klassische Helle entschieden.

Lichtenthaler Bräu – Helles
Direkt kurz nach der Bestellung wurde mir ein goldgelbes, unfiltriertes aber lang gelagertes und schaumstabiles Bier präsentiert. Mit seinen süßlich blumigen Geruchsnoten, gepaart mit sehr angenehmen Malznoten, konnte es auch direkt im Geruch überzeugen. Bei dem klassischen Hellen werden immer mal wieder andere Hopfensorten verwendet, so die Info auf der Karte. Aktuell sind das die beiden Sorten Magnum und Spalter Select. Diese geben dem Bier auch im Geschmack eine wunderbare Blumigkeit und hinterlassen eine leicht grasige Note auf den Geschmacksknospen. Die eingesetzte Hefe hat noch ein bisschen Restsüße im Bier gelassen und trägt somit die florale Fruchtigkeit mit nach vorne. Kaum bitter und ohne zu überlegen bestelle ich mir auch hier direkt ein Zweites.
Mein Urteil: rating_icon rating_icon rating_icon rating_icon rating_icon

Nächster Stop des Abends ist der Brewpub der Beaver Brewing Company, welcher sogar nur fünf Minuten zu Fuß vom Lichtenthaler Bräu entfernt ist.
Sieben eigene Biere standen zur Auswahl, die natürlich alle probiert werden wollten. Daher fiel die Wahl recht schnell auf ein Flight, in dem sich unter anderem ein American IPA namens May befand.

Beaver Brewing Company – May – American IPA (5,6%)
Wie schon oft in Wien erlebt, ist auch dieses IPA lang gelagert, daher eher etwas klarer aber dennoch unfiltriert. Die Schaumkrone des bernsteinfarbenen Bieres sieht zu anfangs recht stabil aus, ist aber nach 2 Minuten fast verschwunden und nur noch als Schleier zu erkennen. Im Geruch zeigt sich May dann sehr fruchtig. Noten aus Zitrus und Aprikose stellen sich in den Vordergrund und geben dem Bier einen klasse Geruch. Im Geschmack ist es auch jene Aprikose, die sich gemeinsam mit Pfirsichnoten in den Vordergrund stellt. Eine leichte Zitrusnote rundet den Geschmack gekonnt ab. Defnintiv ein Bier, das man den ganzen Abend über trinken kann.
Mein Urteil: rating_icon rating_icon rating_icon rating_icon rating_icon

An Tag 3 wurde eine kleine Hausbrauerei besucht, die 1516 Brewing Company. Da das Bier dort durchgehend überwältigend lecker war, widmen wir diesen Bieren in den nächsten Tagen einen eigenen Beitrag.

Abschliessend sei jedem Bierfan ans Herz gelegt, einmal nach Wien zu fahren und sich die doch recht große Bierszene zu Gemüte zu führen. Definitiv eine tolle Erfahrung!

Hoptimizer Hoptimizer • 25. Juni 2017


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